Kultur.Ökonomie x Kreativität

Der Kreativitätsindex: Wie misst man die Kreativität einer Gesellschaft?

Kreativität erscheint für viele ein sehr schwammiges Konzept. Noch schwieriger wird es dann, wenn man das Konzept darüber hinaus mit Begriffen wie Ökonomie oder Gesellschaft verbindet. Kann man Kreativität überhaupt messen? Und wie lässt sich Kreativität auf die Wirtschaft und Gesellschaft übertragen?

Zur Messung von kreativen Gesellschaften wurde von Florida in seinem Buch The Rise of the Creative Class
das 3T-Modell eingeführt. Das Modell besteht aus den 3 Komponenten Technologie, Talente und Toleranz. Bei Florida steht gerade die Variable “Toleranz” für die Kreativität einer Gesellschaft. Wieso ist das so? Kreativität ist immer eng an die Idee des Neuen gebunden. Das ist logisch, denn nur was in der Gesellschaft neu ist, kann auch kreativ sein. Was schon bekannt ist, kann nicht kreativ sein.

Genauso logisch ist es aber dann, dass Kreativität auch mit Anders-Sein zu tun hat. Wer Neues schaffen will, muss gegen den Strom sein oder macht eben nur das, was alle machen. Nun haben Gesellschaften gerade nicht den Hang dazu, Menschen, die anders sind zu akzeptieren. Je toleranter eine Gesellschaft deswegen ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit neuen Ideen, diese auch erfolgreich umsetzen können. Alle diese Überlegungen können in einem Maß zusammengefasst werden, dass man Kreativitätsindex nennt.

Wer genau wissen will, wie man diesen Kreativitätsindex berechnet, dem sei die Veröffentlichung des Home Affairs Bureau, Hong Kong empfohlen: A Study on Creativity Index.  Diese baut die Gedanken von Florida weiter aus und bindet sie in die Kapitaltheorien ein. Dementsprechend berechnet sich das kreative Kaptial einer  Gesellschaft aus einer Kombination von Human-, Sozial- und institutionellem Kapital.


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