Kultur.Ökonomie x Kreativität

Bewertungsrechnung: Kultur-und-Kreativwirtschaft.de

Wie bewertet man eine Domain? Wie funktioniert der Handel mit Domains? Wikipedia sagt dazu: “Prinzipiell ist der Domainhandel in etwa mit dem Grundstückshandel vergleichbar, wenn auch juristisch nicht besonders reguliert. Oft werden Domains auch als die ‘Grundstücke des Internets’ bezeichnet.” (s. Wikipedia: Domainhandel). Das ist ein Hinweis; also im Prinzip funktioniert der Domainmarkt wie der Grundstückshandel, z.B. lässt sich die Internetregistrierung einer Domain ja mit dem Grundbucheintrag einer Liegenschaft vergleichen. Auch sonst können viele Analogien gezogen werden. Zentral für den Wert eines Grundstücks ist eine Lage, Grundstücke in New York City sind einfach durch ihren hohen Aufmerksamkeitsfaktor viel ‘werthaltiger’ als ein Grundstück in der Mongolei (es sei denn man findet dort auf seinem Grundstück plötzlich Erdöl!). Also: Die Lage macht den Preis. Das muss man nur aufs Internet übertragen.

Zur Domainbewertung gibt es teils sehr ausgefeilte Berechnungsmodelle (man schaue sich einfach mal um was Google unter Domainbewertung so hervorbringt und mit welchen Methoden die Anbieter da vorgehen). Letztendlich basieren alle Ansätze aber auf dem “Rick-Modell”, das die gedankliche Grundlage für die Bewertung von Domains bildet. Rick ist die Abkürzung für Risiko, Image, Commerce, Kürze. Diese Formel lässt sich letztendlich auf zwei Faktoren reduzieren: Einem Faktor, der die Qualität der Lage einschätzt (als Produkt von Bekanntheit, wirtschaftlicher Verwertbarkeit und Kürze) und einem Faktor, der das Risiko dieser Lage einschätzt (denn Domainnamen, die Rechte Dritter verletzten, sind wertlos). Somit lässt sich logisch argumentieren, wie der Wert einer Domain einzuschätzen ist und man erhält eine Basis für einen funktionierenden Markt für den Handel mit Domains, denn beide Parteien können sich ja an dieser Argumentation orientieren und verhandelt werden muss nur der konkrete Wert einer Domain (aber nicht die Regel, mit der man diese berechnet).

So wurde z.B. für die Domain wallstreet.com im Jahr 1999 ein Preis von US-$ 1.030.000,-  ausgehandelt oder für die Domain business.com ein Preis von US-$ 7.500.000,-. Im Bereich der Erotikindustrie fielen sogar noch höhere Preise (die Namen will ich hier aber aus Jugendschutzgründen nicht nennen). Für viele Domains ist der Preis aber gar nicht bekannt. So ist bei domain-recht.de zu lesen: ” Der tatsächliche Preis, der für die Übertragung einer bestimmten Domain bezahlt worden ist, gehört wohl zu einem der am besten gehüteten Geheimnisse des Domain-Business. Manchmal enthalten die entsprechenden Kaufverträge sogar strafbewehrte Vertraulichkeitsvereinbarungen. Der Regelfall aber dürfte sein, dass es einem Unternehmen einfach peinlich ist, zuzugeben, eine Domain kaufen zu müssen. Denn damit offenbart man gleichzeitig, dass man erst spät auf den fahrenden Internet-Zug aufgesprungen ist und somit die frühzeitige Registrierung einer (brauchbaren) Domain schlichtweg verschlafen hat.”

Wie lässt sich nun der Wert für “kultur-und-kreativwirtschaft.de” mit der Rick-Formel berechnen? Ich gehe zuerst auf das Risiko ein, dann prüfe ich unter Punkt 2 den Wert der Lage der Domain.

Punkt 1) Zum Risiko des Domainnamens “kultur-und-kreativwirtschaft.de”

Das juristische Risiko eines Domainnamens beurteilt, die Frage inwieweit der Domainname vielleicht von Namensrechten Dritter besetzt sein könnte. Bei Domainregistry.de werden dafür 6 Punkte genannt, die es zu prüfen gilt:

  1. keine Marken, keine Namen von Unternehme


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