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	<title>Economic Turn</title>
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	<description>Kultur.Ökonomie x Kreativität</description>
	<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 16:51:26 +0000</pubDate>
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		<title>Der Kreativpakt der SPD – Zeugniss eines reaktionären Deutschlands</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 16:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Business]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kreativwirtschaft ist schwer in Mode gekommen. War sie bis vor zwei Jahren noch ein Insider-Thema unter Insidern hat diese nun mit Frank-Walter Steinmeier einen prominenten Vertreter im bundespolitischen Wahlkampf bekommen. Lässt das hoffen auf eine neue kreative Zukunft für Deutschland? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kreativwirtschaft ist schwer in Mode gekommen. War sie bis vor zwei Jahren noch ein Insider-Thema unter Insidern hat diese nun mit Frank-Walter Steinmeier einen prominenten Vertreter im bundespolitischen Wahlkampf bekommen. (<a title="Der Kreativpakt" href="http://www.welt.de/wams_print/article3921688/Wir-brauchen-einen-Kreativpakt.html" target="_blank">Der Kreativpakt: Welt Online</a>) Lässt das hoffen auf eine neue kreative Zukunft für Deutschland? Oder ist er doch nur ein weiterer Pakt über die Kreativen, mit dem man sich im Wahlkampfgetose etwas Aufmerksamkeit erhofft? Wie kreativ ist denn der Kreativpakt selbst?</p>
<p>Im Grunde ist die Debatte um die Kultur- und Kreativwirtschaft ja ein originäres FDP-Thema, das seit mehreren Jahren von der Friedrich-Naumann-Stiftung auf einer alljährlichen Jahreskonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgestaltet wird. Von linker Seite war das Thema in den letzten Jahren nicht besetzt, wenn überhaupt dann nur als Fortführung kritisch-marxistischen Gedankenguts. Das nun gleichermaßen ex nihilo die SPD die Kreativwirtschaft in das Zentrum ihres Wahlkampfes setzt, wirkt deshalb umso verwunderlicher.</p>
<p>Andererseits klingt das Credo des Kreativpaktes doch allzu verlockend. Mehr Umsatz als die Automobilindustrie, emanzipierte Geschlechterverteilung, ein neuer Weg zu Wissen und Werten, neue flexible Arbeitsformen, eine Stärkung der sozialen Absicherung sowie eine Stärkung des geistigen Eigentums. Und all das soll 500.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Wem könnte das nicht gefallen? Doch lassen sich all diese Versprechungen auch mit Inhalten füllen? Oder wird das deutsche Wählervolk hier nur mit leeren Phrasen eingelullt?</p>
<p>Ein Zitat aus einer diesjährigen Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung soll helfen diese Frage zu klären. Dort ist zu lesen: „Das Einkommen der Befragten umfasst nach Selbstauskünften eine Spanne von 10.000 – 29.000 € pro Jahr und liegt damit weit unter dem Durchschnittsverdientst von Akademikern, aber nahe an der Armuts-Risikogrenze und ist zugleich repräsentativ für den mageren Durschnittsverdienst von Alleinunternehmern.“ Des Weiteren hält der Bericht auch fest:</p>
<p>„Es scheint daher so, dass sich hier Befunde aus anderen Untersuchungen bestätigen, dass nämlich Beschäftigungsgruppen aus dem Kreativ- und Kulturbereich für ein neues strukturelles Phänomen stehen, in dem sich die meritokratische Triade aus Bildung, Beruf und Einkommen in bestimmten Segmenten des sozialen Raums systematisch entkoppelt. … Für die Akteure ergibt sich somit eine widersprüchliche Situation: Sie verfügen über einen überdurchschnittlichen Bildungsstand, teilweise langjährige Berufserfahrung, doch spiegelt ihre soziale Lage dies nicht wider.“ <em style="mso-bidi-font-style: normal;">(Quelle: Alexandra Manske und Janet Merkel: Kreative in Berlin – GeisteswissenschaftlerInnen in der Kultur- und Kreativwirtschaft, in: Solka et al. (Hrsg.): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940755133?ie=UTF8&amp;tag=diemathdessoz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3940755133">GeisteswissenschaftlerInnen: kompetent, kreativ, motiviert und doch chancenlos?</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=diemathdessoz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3940755133" border="0" alt="" width="1" height="1" />, Opladen und Farmington Hills 2009, S. 95 ff.)</em></p>
<p>Was ist nun der Kreativpakt: Heil oder Unheil? Aus Steinmeiers Sicht steht die Kreativwirtschaft für die Emanzipation der Geschlechter, aber Fakt ist, dass in der Kultur- und Kreativwirtschaft überproportional viele Frauen arbeiten und die prekäre Arbeitssituation der Kreativen doch gerade für eine erfolgreiche Nicht-Emanzipation und Diskrimierung von weiblichen Selbstständigen spricht. Aber über so etwas sieht man wohl auch in der Nach-Schröder-Ära noch mit gleicher großmännischer Manier hinweg. Fakt ist auch, dass die SPD-Regierung seit Schröder in McKinsey-Kultur bei allen öffentlichen Kulturinstitutionen die Rationalisierungsschraube angesetzt hat, was praktisch eine Umwandlung fester Arbeitsverhältnisse in prekäre, freiberufliche Beschäftigunsverhältnisse bedeutete.</p>
<p>Fast der gesamte akademische Mittelbau an deutschen Universitäten ist verschwunden. Die Wissenselite verlässt Deutschland scharenweise. Wer an Deutschlands Musikschulen oder Theater geht, der erlebt bis auf wenige Ausnahmen demotivierte Angestellte. Sämtliche öffentlichen Organisationen wurden hierarchisiert. Kreativität findet hier keinen Raum mehr. Wie kreativ ist nun der Kreativpakt selbst? Man könnte ja einwirken, an alledem ist das Internet schuld, wie hier zumindest zwischen den Zeilen herauszulesen ist. Ein objektiver Beweis für den Schaden des Internets steht aber noch aus und meistens sind es gar nicht die Kreativen, sondern der Verwerter, die sich mangels bröckelnder Monopolstellung über die Neuen Medien beschweren. Wo ist also die Kreativität im Kreativpakt geblieben?</p>
<p>Aus meiner Sicht ist keine zu entdecken und es ist praktisch unvorstellbar, dass es der SPD zusammen mit Herrn Steinmeier gelingen könnte, diesen Kreativpakt und damit verbundene Versprechungen wie 500.000 Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft zu verwirklichen. Letztendlich ist der Kreativpakt somit doch nur ein vermeintlich gut verkleideter, aber doch gnadenloser PAKT mit den Kreativen. Raus aus der angemessenen Bezahlungen, rein in prekäre Arbeitsverhältnisse. Mehr Arbeit für weniger Geld. 24 Stunden Arbeit auf HarzIV-Niveau bei gleichzeitiger Entlastung der Sozialbilanzen, eine Entwertung geistigen Geistums, damit die deutschen Großkonzerne auch weiterhin ihre Misswirtschaft im Stile von Opel und Karstadt auf Kosten nachhaltiger, kreativer Geschäftsmodelle betreiben können.</p>
<p>Das erschreckendste an diesem Kreativpakt ist doch aber einfach die Tatsache, dass er so unreflektiert in den deutschen Medien rezipiert wird. Wo sind die Stimmen, die sagen, dass ist alles hahnebüchen? Dabei sind doch viele der Argumente schnell zu entlarven. Vielleicht ist der Kreativpakt aber auch eine gute Aufforderung an alle politischen Parteien, selbst kreativer zu werden und das vermeintlich Unmachbare doch irgendwie möglich zu machen. Vielleicht verdient Deutschland dann auch mal wieder den Titel „das Land der Dichter und Denker.“</p>
<p><strong>Disclaimer:</strong> Ich bin keiner politischen Partei zugeordnet!</p>
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		<title>Neue Geschäftsmodelle und der Digitial Shift</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/neue-geschaftsmodelle-und-der-digitial-shift/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 23:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Business]]></category>

		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Nachmittag habe ich auf der Konferenz ECCI-Konferenz einen Workshop mit dem Thema "New Business Modells in Digital Markets" besucht. Versammelt als Redner war so etwas wie die "Führungsliege britischer Pop-Musik". [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Nachmittag habe ich auf der Konferenz <a title="ECCI" href="https://www.eventsforce.net/civic/frontend/reg/thome.csp?pageID=2712&amp;CSPCHDx=0000000000000&amp;CSPIHN=108058-108058:443&amp;CSPSCN=CSPSESSIONID&amp;eventID=15&amp;mode=preview&amp;version=future&amp;eventID=15" target="_blank">ECCI-Konferenz</a> einen Workshop mit dem Thema &#8220;New Business Modells in Digital Markets&#8221; besucht. Versammelt als Redner war so etwas wie die &#8220;Führungsliege britischer Pop-Musik&#8221;. Geleitet wurde der Workshop von <a title="Myspace" href="http://www.myspace.com/anderssjostedt" target="_blank">Anders Sjostedt</a>, Direktor der schwedischen Creative Industries. Das Thema des Workshops war meiner Ansicht nach leider etwas verfehlt. Vielmehr drehte sich der Workshop um die Frage &#8220;Sind illegale Musik-Downloads im Internet gut oder schlecht?&#8221; Das war leider etwas schade.</p>
<p>Immerhin scheint sich doch auch der Gedanke langsam durchzusetzen, dass das Internet nicht notwendigerweise der Ruin der Musikindustrie sein muss. Wie die Redner vorgerechnet haben, ist es so, dass es ein Großteil der Downloads in Wirklichkeit noch nicht einmal (!) überhaupt angehört werden. Ist das dann wirklich ein Verlust für die Musikindustrie? Anders brachte ein anderes Rechenbeispiel: Für einen 4 GB iPod würde man so etwas um 15.000 € bezahlen, um den legal mit Musik-Downloads zu bestücken. Wer soll das bezahlen?</p>
<p>Ich finde, solche Gedankenspiele zeigen, dass man von dem Thema &#8220;Internet&#8221; und &#8220;Vermarktung von digitalem Content&#8221; noch viel zu wenig versteht. Muss man das Internet per se als Bedrohung ansehen? Ich wollte ja gerne ein Kommentar unterbringen, dass es doch eigentlich mal an der Zeit wäre, auch das Thema Forschung in dem Bereich Kulturökonomie mehr auszubauen. Ich wurde zwar von einer Französin belehrt, dass in Deutschland zwar zu dem Thema seit Adorno nichts mehr passiert seit (Zum Begriff der <em>Kulturindustrie</em> s. Adorno/Horkheimer: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596274044?ie=UTF8&amp;tag=diemathdessoz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3596274044">Dialektik der Aufklärung</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=diemathdessoz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3596274044" border="0" alt="" width="1" height="1" />), in Frankreich gebe es aber <a title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bernard_Mi%C3%A8ge" target="_blank">Bernard Miège</a>. Das ist aber nicht das, an was ich dachte. Vielmehr geht es doch darum, zu verstehen, was praktisch in digitalen Märkten vor sich geht und das ist keine sozialphilosophische Angelegenheit, sondern muss praktisch mit interdisziplinären Studien erforscht werden.</p>
<p>In der Wissenschaft selbst ist die Kulturökonomie immer noch eine exotische Disziplin und da wo sie praktiziert wird, hat man noch nicht wirklich verstanden, dass es sowas wie einen Digital Shift innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft gegeben hat. Im Dezember 2008 bemerkte der Kulturökonom <a title="Tyler Cowen" href="http://www.gmu.edu/jbc/Tyler/" target="_blank">Tyler Cowen</a>, der an der George Mason Universität lehrt, im internationalen Journal of Cultural Economics, dass er erstaunt eines Morgens feststellen musste, dass seine 18-jährige Stieftochter weitaus mehr über Kulturökonomie weiß als er selbst (s. Journal of Cultural Economics, Vol. 32 No. 4: <a title="Journal of Cultural Economics" href="http://www.springerlink.com/content/216j42747367g520/?p=d49093cc7cc64273b696476c73563de1&amp;pi=2" target="_blank">Why everything has changed: the recent revolution in cultural economics</a>). Es wird Zeit, dass sich daran etwas ändert. Ein Weg in diese Richtung ist das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/354079882X?ie=UTF8&amp;tag=diemathdessoz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=354079882X">The Economics of Symbolic Exchange</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=diemathdessoz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=354079882X" border="0" alt="" width="1" height="1" /> des russischen Kulturökonomen Alexander Dolgin, der das Gebiet konsequent aus Sicht einer digitalen Welt beleuchtet. Nicht einfach, aber lesenswert!</p>
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		<title>Ein Tag in Brüssel: EU-Konferenz zum digitalen Shift in der Kreativwirtschaft</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/ein-tag-in-brussel-eu-konferenz-zum-digitalen-shift-in-der-kreativwirtschaft/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 21:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 23. April gingen Minister, Branchenführungskräfte und politische Entscheidungsträger aus dem Kultur- und Kreativsektor auf der "European Cultural and Creative Industries Summit" in Brüssel die Debatte um den digitalen Wandel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="ATtxt">Am 23. April gingen Minister, Branchenführungskräfte und politische Entscheidungsträger aus dem Kultur- und Kreativsektor auf der &#8220;European Cultural and Creative Industries Summit&#8221; in Brüssel die Debatte um den digitalen Wandel. Veranstaltungsort war das Gebäude des <a title="Commitee of the Regions" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschuss_der_Regionen" target="_blank">Ausschusses der Regionen</a> in Brüssel. Der Kongress, veranstaltet von der Kulturhauptstadt Europas <a title="Ruhr2010" href="http://www.ruhr2010.de/" target="_blank">RUHR.2010</a> und <a title="Civic Agenda" href="http://www.civicagenda.co.uk/" target="_blank">Civic Agenda</a>, ist Teil des <a title="Jahr der Kreativität" href="http://www.ejki2009.de/ueber_das_europaeische_jahr_2009_2.html" target="_blank">„Jahres der Kreativität und Innovation“</a> und brachte mehr als 300 Hauptstakeholder in diesem Bereich zusammen. Diese debattierten darüber, welche Politik, Strategien und Kooperationen von EU und staatlicher Seite notwending sind, damit die sogenannte Content-Industrie effektiv vom <em>Digital Shift </em>profitieren kann. Der Ausdruck &#8221;Digital Shift&#8221; sollen für die technologischen Veränderungen und Auswirkungen stehen, die die Neuen Medien auf die Kultur- und Kreativindustrie gehabt haben.</p>
<p class="ATtxt">Für mich war dies das erste Mal Brüssel und das erste Mal EU-Konferenz in meinem Leben und schon ein kleines Abenteuer. Von Mainz aus, wo ich wohne ist die Fahrt nach Brüssel mit dem Auto ohne größere Probleme machbar (3 1/2 Stunden). Erst ging es Richtung Aachen, dann über die niederländische Grenze und schließlich landet man in Flandern. Was ich noch nie gesehen hatte, ist das man eine ganze Autobahn mit Straßenlichtern bestückt. Kennt La Belgique nicht die Wirtschaftskrise? Die Autobahn führt direkt nach Brüssel, das dann schon viel französischer daherkommt als der niederländische Teil von Belgien. Der Verkehr in der Stadt wäre eigentlich auszuhalten. MIt Navi fährt man ja immer etwas orientierungslos, ist aber nicht schlimm, denn hier hat keiner die Orientierung. Gravierender ist dagegen, dass Belgien bisher nicht das gute deutsche Parkleitsystem übernommen hat. Wer nicht wie ich auch eine Stunde nach einem Parkplatz suchen möchte, sollte sich an die Rue de la Loi halten da gibt es ein großes Parkhaus. Vielleicht hat das Jaques-Delors-Gebäude auch ein eigenes Parkhaus war aber nirgends zu erkennen. Das kann leicht nervtötend werden.</p>
<p class="ATtxt">Schließlich hab ich es doch noch geschafft Auto heil zu parken, meinen Tagungsort zu finden und zu angemessener Zeit auf der Konferenz zu landen. Es ist schon unheimlich spannend, wenn man so viele Nationalitäten auf einem Fleck erlebt. &#8220;Where do you come from?&#8221;, &#8220;What are you doing?&#8221; So ein bisschen Kongresse-Small-Talk kann sehr nett sein. Zum Networking gibt es wirklich nichts besseres. Wo kann man sonst Menschen aus ganz Europa auf einem Fleck live erleben. Inhaltlich war die Ausrichtung eher &#8220;abstrakt&#8221;. Ja man nimmt also mittlerweile war, dass das Internet nicht einfach nur eine Spinnerei von Jugendlichen ist, sondern aus unserem Alltag unserer Kultur nicht mehr verschwindet. Ja man weiß, dass man da was tun muss. Wer in der EU konkrete Debatten und Vorschläge erwartet, ist da fehl am Platz. So eine Konferenz ist doch vielmehr eine politische Veranstaltung. Es geht darum, immer wieder das gleiche zu wiederholen und sich Gehör zu verschaffen. Jetzt bin ich ja noch ein Frischling in dieser Szene, aber so langsam kennt man seine Pappenheimer da schon.</p>
<p class="ATtxt">Wenn man es mal aus dieser Perspektive betrachtet, scheint gerade Dieter Gorny hier im Moment vorzügliche Arbeit zu leisten. Sein eingeschlagener Weg mit der Kreativwirtschaft scheint aufzugehen und ich könnte mir vorstellen, dass man vielleicht demnächst im bundesdeutschen Wahlkampf noch aufmerksamer auf das Thema Kreativität wird. Jedem, der sich mit dieser Materie, sei es in Theorie oder Praxis, beschäftigt, kann dies nur zum Vorteil sein. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise kommt das Thema noch immer viel zu kurz. Es sind aber gerade diese Krisen die Kreativität herausfordern, denn nur mit neuen Ideen können neue Märkte entstehen, die wiederum neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Ja und das scheint so langsam in den Köpfen durchzusickern. Find ich gut. Wohl bekomm&#8217;s!</p>
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		<title>Kann man mit Ideen Geld verdienen?</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/kann-man-mit-ideen-geld-verdienen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 11:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Business]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Ökonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich mal bei Google zum Thema "Geschäftsideen" umschaut, wird sehen, dass vielen Leute die Frage durch den Kopf geht: "Kann ich meine Ideen schützen lassen?" [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich mal bei Google zum Thema &#8220;Geschäftsideen&#8221; umschaut, wird sehen, dass vielen Leute die Frage durch den Kopf geht: &#8220;Kann ich meine Ideen schützen lassen?&#8221; Pauschal wird meistens so geantwortet, dass Ideen nicht schützenswert, sondern nur die konkrete Ausführung. Tatsächlich ist die Sachlage juristisch komplizierter, wie im Jurablog des Internet- und Medienanwalts Prof. Dr. Nennen nachzulesen ist (<a title="Ideenschutz" href="http://www.nennen.de/nc/blog/blog/archive/2008/december/artikel/ideenschutz-bei-existenzgruendung-und-geschaeftsanbahnung.html?sword_list%5B0%5D=weitgehend&amp;sword_list%5B1%5D=pass&amp;PHPSESSID=5accac515ba034780845adf9e20a5c3a&amp;cHash=dccb1e6881&amp;PHPSESSID=5accac515ba034780845adf9e20a5c3a" target="_blank">Ideenschutz bei der Geschäftsanbahnung</a>).</p>
<p>Im besagten Artikel beschreibt er einen Fall:</p>
<p>&#8220;<em>Die 28-jährige Carolyn Davidson studierte 1971 Grafikdesign an der Portland State University, USA. Gegenüber einer befreundeten Kommilitonin äußerte sie, dass sie gerne einen Kurs besuchen würde, ihr fehle aber das nötige Geld. Philip Knight unterrichtete als Student an der Universität und schlug Davidson daher vor, ein Logo zu erstellen, das Bewegung vermittle. Für ihren Entwurf erhielt Davidson 35 Dollar – das Logo gehört heute zu den weltweit bekanntesten Marken, es ist der Nike-Haken (Swoosh).</em>&#8221;</p>
<p>Dumm gelaufen kann man da nur sagen, oder doch nicht? Man kann juristisch so argumentieren (und in der Tat habe Gerichte auch schon so entschieden!), dass es so etwas wie einen Vertrauensschutz und Sorgfaltspflichten bei Geschäftsverbindungen gibt. Wenn ich einem Geschäftspartner / Investor also eine gutes Geschäftskonzept präsentiere, darf ich darauf vertrauen, dass der andere nicht einfach meine Ideen klaut und selbst durchführt. Juristisch kann man sich dabei an das <a title="UWG" href="http://bundesrecht.juris.de/uwg_2004/" target="_blank">Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb</a> anlehnen. Natürlich ist es so, dass nicht automatisch jeglich denkbare Idee geschützt werden kann. &#8220;<em>Erforderlich ist, dass die Idee als schützenswerte und marktfähige Position wirtschaftlich verwertbar ist</em>&#8220;, wie Dr. Nennen schreibt.</p>
<p>Vielleicht macht es deswegen Sinn in der Praxis zwischen <strong>geschäftsfähigen und nicht-geschäftsfähigen Ideen</strong> zu unterscheiden. Wer abends am Stammtisch einen spontanen Einfall und mit Freunden DIE neue Geschäftsidee erfindet, der kann damit noch nicht gleich zum nächsten Investor laufen und damit Geld an Land ziehen. Wer allerdings Designer ist und auch bei &#8220;spontanen&#8221; Ideen sein berufliches Fachwissen einbringt, der kann auf andere Schutzpflichten vertrauen. Genauso ist der Business-Plan (wenn er denn wirklich eine Geschäftsanalyse mit Expertise ist) kein Allgemeingut, sondern sollte entsprechend honoriert werden und als vertrauliche Unterlage angesehen werden.</p>
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		</item>
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		<title>Frohe Ostern</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/frohe-ostern/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 17:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Frohe Ostern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche alle frohe Ostern. Bei dem Video denke ich so gerade: Geh mir jetzt gleich noch nen Schokohasen holen <img src='http://www.economicturn.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="230" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4062447&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="230" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4062447&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
<a href="http://vimeo.com/4062447">Happy Easter</a> from <a href="http://vimeo.com/user1556812">David Le Cardinal</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Dann mal los getwittert</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/dann-mal-los-getwittert/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 15:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Irgendwie hab ich im Moment das Gefühl, dass es um mich herum nur noch twittert. Das liegt aber nicht so sehr daran, dass jetzt Frühling geworden ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie hab ich im Moment das Gefühl, dass es um mich herum nur noch twittert. Das liegt aber nicht so sehr daran, dass jetzt Frühling geworden ist (tatsächlich höre ich draußen die Vögel zwitschern), sondern vielmehr daran, dass alle in meinem Bekanntenkreis vom Twitter-Fieber besessesn sind. Ich muss zugeben, ich habe bisher noch etwas gezögert, aber nun heute offiziell beschlossen, dass auch ich meine virtuelle Identität als Tweet verewigen werde.</p>
<p>Wer auch Interesse hat und wissen will, wie es funktioniert, dem sei diese Präsentation der Medienwissenschaftlerin <a title="Digiom" href="http://digiom.wordpress.com/" target="_blank">Jana Herwig </a>aus Wien empfohlen:</p>
<div id="__ss_1216949" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Twitter - was ist das und was bringt das?" href="http://www.slideshare.net/anaj/twitter-was-ist-das-und-was-bringt-das?type=presentation">Twitter - was ist das und was bringt das?</a><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=janaherwigtwitter1997-090329091929-phpapp01&amp;stripped_title=twitter-was-ist-das-und-was-bringt-das" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=janaherwigtwitter1997-090329091929-phpapp01&amp;stripped_title=twitter-was-ist-das-und-was-bringt-das" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<div style="font-size: 11px; padding-top: 2px; font-family: tahoma,arial; height: 26px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/anaj">Jana Herwig</a>.</div>
<p>In diesem Sinne werde ich demnächst von meinem Experiment zu berichten haben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ökonomie der Social Networks</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/okonomie-der-social-networks/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 15:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Ökonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Social Networks sind ein spannendes Thema. Man kann ja über nichts &#8220;abgelutschteres&#8221; mehr schreiben, aber andererseits gibt es zu dem Thema noch zu viel zu verstehen. Ich habe jetzt ein neues Buch bekommen, dass ich demnächst mal genauer studieren möchte:

Das Buch Markets from Networks ist von dem amerikanischen Sozioökonomen Harrison C. White. Mit klassischer Ökonomie hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Social Networks sind ein spannendes Thema. Man kann ja über nichts &#8220;abgelutschteres&#8221; mehr schreiben, aber andererseits gibt es zu dem Thema noch zu viel zu verstehen. Ich habe jetzt ein neues Buch bekommen, dass ich demnächst mal genauer studieren möchte:</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=diemathdessoz-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0691120382&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr&#038;npa=1" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0691120382?ie=UTF8&amp;tag=diemathdessoz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0691120382">Markets from Networks</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=diemathdessoz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0691120382" border="0" alt="" width="1" height="1" /> ist von dem amerikanischen Sozioökonomen Harrison C. White. Mit klassischer Ökonomie hat das nicht mehr viel zu tun. Die hat den Menschen als &#8220;egoistisches Atom&#8221; in einem gesellschaftlichen Kosmos betrachtet. Die Modelle von North gehen aber explizit davon aus, dass jeder wirtschaftliche Handlung unausweislich in ein soziales Netz eingebettet ist. Wem Begriffe wie Ambiguität oder Komplexität etwas sagen, dem sei hier gesagt, dass North auf diesen Grundlagen ein neues formales Verständnis von Produktionswirtschaften entwickelt. Für die Web2.0-Community da draußen, ist North glaube ich in einer Hinsicht sehr wichtig; denn sein Buch verspricht eine Antwort auf die Frage zu bieten: Wie kann man Geld verdienen mit Social Networks? Das würde wohl viele gerne verstehen.</p>
<p>Ich mach mich dann mal schlau und werde berichten <img src='http://www.economicturn.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Kreative Ökonomie weltweit: China führt</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/04/die-kreative-okonomie-weltweit-china-fuhrt/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 15:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Business]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Ökonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab mich mal an den Creative Economy Report der UNESCO gesetzt und die Zahlen genauer studiert, die bei genauer Betrachtung Erstaunliches zu Tage bringen. Wer an das Thema Kreative Ökonomie denkt ist dazu geneigt, ohne lange zu zweifeln die USA als weltweiten Marktführer in diesem Bereich anzusehen. Die Zahlen der UNESCO ergeben aber ein ganz anderes Bild. [...]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab mich mal an den <a title="UNESCO Report" href="http://www.unctad.org/en/docs/ditc20082cer_en.pdf" target="_blank">Creative Economy Report</a> der UNESCO gesetzt und die Zahlen genauer studiert, die bei genauer Betrachtung Erstaunliches zu Tage bringen. Wer an das Thema Kreative Ökonomie denkt ist dazu geneigt, ohne lange zu zweifeln die USA als weltweiten Marktführer in diesem Bereich anzusehen. Die Zahlen der UNESCO ergeben aber ein ganz anderes Bild. Marktführer in diesem Industriebereich ist ganz klar China. Das kann man aber so erstmal nicht glauben, ist aber Tatsache. Die Zahlen sprechen für sich selbst:</p>
<p><img class="alignmiddle" title="Creative Industries weltweit" src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/CreativeIndustriesGesamt.jpg" alt="" width="620" height="372" /></p>
<p>Was gibt es dazu zu sagen? Zuerst mal sollte man natürlich bedenken, dass die Zahlen von 2005 stammen. Inwieweit diese Relationen heute noch gelten, ist schwierig zu sagen. Dazu fehlt bisher eine angemessene Datenbasis. Außerdem hat China natürlich einen Größenvorteil und wenn man sich die Aufgliederung genauer betrachtet, dann erkennt man, dass China nicht unbedingt in den wissensintensiven Bereichen der Kreativen Ökonomie abschneidet, sondern vor allem in solchen Bereichen, in denen die Lohnkosten eine tragende Rolle spielen (die UNESCO zählt zu den Creative Industries z.B. auch das Kunsthandwerk).</p>
<p>Man schaue sich die klassischen Branchen der Creative Industries mal genauer an:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 635px"><img src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/Designwirtschaft.jpg" alt="Design Industries" width="625" height="382" /><p class="wp-caption-text">Design Industries</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter" title="Music Industries" src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/Musikwirtschaft.jpg" alt="" width="626" height="380" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter" title="Art Industries" src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/Kunstwirtschaft.jpg" alt="" width="627" height="381" /></p>
<p><img class="aligncenter" title="Filmindustrie" src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/Filmindustrie.jpg" alt="" width="622" height="376" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter" title="Publisher" src="http://www.economicturn.de/blog/wp-content/uploads/2009/04/Verlagswirtschaft.jpg" alt="" width="623" height="379" /></p>
<p>Man erkennt, China ist hier nicht mehr vertreten? Droht nun die &#8220;gelbe Gefahr&#8221; oder nicht? Eines macht der UNESCO-Bericht: <strong>Die Karten werden neu gemischt</strong>. Gerade angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise wäre interessant zu wissen, welchen Einfluss diese auf die Kreative Ökonomie hatte. Eines ist jedoch klar, die Welt holt auf und zwar schneller als viele hier denken. Interessant ist ja auch, dass das Zahlenbild sich ändert, wenn man die EU-Länder nicht einzeln aufführt, sondern als Aggregat aufführen würde. Die EU ist alle Kreative Ökonomie sehr gut aufgeschnellt. Klares Problem ist hier das kleinteilige nationale Denken. Vielleicht sollte man sich Italien mal genauer anschauen. So wie das hier aussieht, scheinen die vieles richtig zu machen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Kreativitätsindex: Wie misst man die Kreativität einer Gesellschaft?</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/03/der-kreativitatsindex-wie-misst-man-die-kreativitat-einer-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 21:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Ökonomie]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative Stadt]]></category>

		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kreativität erscheint für viele ein sehr schwammiges Konzept. Noch schwieriger wird es dann, wenn man das Konzept darüber hinaus mit Begriffen wie Ökonomie oder Gesellschaft verbindet. Kann man Kreativität überhaupt messen? Und wie lässt sich Kreativität auf die Wirtschaft und Gesellschaft übertragen? [...]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kreativität erscheint für viele ein sehr schwammiges Konzept. Noch schwieriger wird es dann, wenn man das Konzept darüber hinaus mit Begriffen wie Ökonomie oder Gesellschaft verbindet. Kann man Kreativität überhaupt messen? Und wie lässt sich Kreativität auf die Wirtschaft und Gesellschaft übertragen?</p>
<p>Zur Messung von kreativen Gesellschaften wurde von Florida in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0465024777?ie=UTF8&amp;tag=diemathdessoz-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0465024777">The Rise of the Creative Class</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=diemathdessoz-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0465024777" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
das 3T-Modell eingeführt. Das Modell besteht aus den 3 Komponenten Technologie, Talente und Toleranz. Bei Florida steht gerade die Variable &#8220;Toleranz&#8221; für die Kreativität einer Gesellschaft. Wieso ist das so? Kreativität ist immer eng an die Idee des Neuen gebunden. Das ist logisch, denn nur was in der Gesellschaft neu ist, kann auch kreativ sein. Was schon bekannt ist, kann nicht kreativ sein.</p>
<p>Genauso logisch ist es aber dann, dass Kreativität auch mit Anders-Sein zu tun hat. Wer Neues schaffen will, muss gegen den Strom sein oder macht eben nur das, was alle machen. Nun haben Gesellschaften gerade nicht den Hang dazu, Menschen, die anders sind zu akzeptieren. Je toleranter eine Gesellschaft deswegen ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit neuen Ideen, diese auch erfolgreich umsetzen können. Alle diese Überlegungen können in einem Maß zusammengefasst werden, dass man Kreativitätsindex nennt.</p>
<p>Wer genau wissen will, wie man diesen Kreativitätsindex berechnet, dem sei die Veröffentlichung des Home Affairs Bureau, Hong Kong empfohlen: <a title="Kreativitätsindex" href="http://portal.unesco.org/culture/en/ev.php-URL_ID=29664&amp;URL_DO=DO_TOPIC&amp;URL_SECTION=201.html" target="_blank">A Study on Creativity Index</a>.  Diese baut die Gedanken von Florida weiter aus und bindet sie in die Kapitaltheorien ein. Dementsprechend berechnet sich das kreative Kaptial einer  Gesellschaft aus einer Kombination von Human-, Sozial- und institutionellem Kapital.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>www.3min.de: &#8220;Art Talk!&#8221;</title>
		<link>http://blog.economicturn.de/2009/03/www3minde-art-talk/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 09:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Bin gerade bei Facebook über eine Anzeige &#8220;Art Talk!&#8221; auf diese Seite gestoßen: www.3min.de. Was gibt es hier zu sehen? Erst mal verwirrend: &#8220;Art Talk!&#8221; ist nur ein Channel der Seite. Auf 3min.de gibt es auch noch Sport, Soaps und sonstiges zu sehen. Das ganze will das erste Webserienformat im Internet sein. Dahinter steckt die Telekom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin gerade bei Facebook über eine Anzeige &#8220;Art Talk!&#8221; auf diese Seite gestoßen: <a title="3min.de" href="http://www.3min.de" target="_blank">www.3min.de</a>. Was gibt es hier zu sehen? Erst mal verwirrend: &#8220;Art Talk!&#8221; ist nur ein Channel der Seite. Auf 3min.de gibt es auch noch Sport, Soaps und sonstiges zu sehen. Das ganze will das erste Webserienformat im Internet sein. Dahinter steckt die Telekom und mit aller Wahrscheinlichkeit auch Sevenload (hier wurde die Telekom ja neue Investor vor einiger Zeit). Wär eigentlich ein eigener Beitrag. Jetzt soll es aber erst Mal um die Kunst gehen.</p>
<p>Als Konzept des Channels &#8220;Art Talk!&#8221; ist zu lesen:</p>
<p>[Art Talk! ist] &#8220;ein Trip durch die Gedankenwelt eines Künstlers. Art Talk sucht mutige, provokante, egozentrische und geniale Künstler auf. Von Comic bis Graffiti, von Skulptur bis Ölgemälde, hier wird die Wahrheit gesagt&#8230; aber schräger als schräg! &#8221; Hört sich alles schon mal ganz spannend an.</p>
<p>Gleich das erste Video will diesem Konzept Rechnung tragen und präsentiert den Künstler &#8220;Andreas Golder&#8221;. Ob man ihn nun provokant findet!? Nun ja, ich weiß nicht, ob man sich heute noch davon provozieren lässt, wenn ein Künstler im Interview &#8220;Muschi&#8221; sagt, oder ganz offen zugibt, dass er nichts kann, man für ein Studium an der Kunsthochschule ja noch nicht mal das Abitur braucht! Ist Provokation nicht heute die Norm? Spannend wird das ganze aber, wenn man zu diesem Video den momentanen kulturpolitischen Diskurs kontrastiert. <em>&#8220;Die Kreativen sind doch der neue Wachstumsmarkt. Das muss man fördern, aber bitte erstmal einen Business-Plan schreiben.&#8221;</em>  (man lese hier zu den älteren Beitrag: <a title="Create.NRW" href="http://blog.economicturn.de/2009/03/createnrw-eine-sinnvolle-forderung-der-kreativwirtschaft/" target="_blank">Create.NRW</a>) Das man im Kunstmarkt vielleicht gerade deswegen erfolgreich ist, weil man sich um Business-Plänen &#8220;einen Scheißdreck kümmert&#8221;, ist da noch niemand aufgefallen. Wer sind denn die Kreativen, die die Politik fördern will?</p>
<p>Also, mir hat das Video auf jeden Fall Spaß gemacht beim Anschauen! Deswegen hier zum Ansehen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="embeddedplayer" /><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor value=" /><param name="scale" value="noscale" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="clip" value="Real Life - Art Talk! - Folge 1 - Flucht nach vorn" /><param name="sponsor" value="powered by 3-Minutes das Online Videoportal" /><param name="src" value="http://www.3min.de/flash/embeddedplayer.swf?mediaid=282&amp;baseURL=http://www.3min.de/&amp;request=service/media.php&amp;autostart=false" /><embed id="embeddedplayer" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="360" src="http://www.3min.de/flash/embeddedplayer.swf?mediaid=282&amp;baseURL=http://www.3min.de/&amp;request=service/media.php&amp;autostart=false" quality="high" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" scale="noscale" clip="Real Life - Art Talk! - Folge 1 - Flucht nach vorn" sponsor="powered by 3-Minutes das Online Videoportal" align="middle"></embed></object></p>
<p>Dass der Künstler mit seinem Konzept &#8220;Müll zu Geld&#8221; übrigens Erfolg zu haben scheint, zeigt sein Profil bei Artfacts.Net (<a title="Artfacts" href="http://www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/80885/lang/1#top" target="_blank">Andreas Golder</a>). Da kann man auf der linken Seite einen sogenannten &#8220;Ranking Graph&#8221; sehen, der anzeigt, wie die Popularität des Künstlers angestiegen ist. Mehr zum Künstler findet man übrigens auch bei Google.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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