Die Kreative Ökonomie
Was sollte man unter dem Begriff “Kreative Ökonomie” verstehen?
Die Kreative Ökonomie ist Ausdruck für den strukturellen Wandel, den die Volkswirtschaften im globalen Wettbewerb unterliegen. Immer mehr ist der Übergang von Industriegesellschaften zu Wissensgesellschaften zu spüren. Während industrielle Ökonomien noch vornehmlich um materielle Ressourcen kreisten, wird in Wissensgesellschaften die Innovation zur strategischen Leitfrage. Eng verbunden mit dieser neuen Produktionsform ist die Kreativität als neue knappe Ressource.
Weltweite Aufmerksamkeit erhielt der Begriff der “Kreativen Ökonomie” durch den amerikanischen Ökonomen und Soziologen Richard Florida und sein Buch “The Rise of the Creative Class”, in dem er die Grundlagen der kreativen Gesellschaft untersuchte und mit dem Kreativitätsindex einen international nutzbaren Vergleichsmaßstab einführte.
In internationaler Sicht hat sich mittlerweile wohl die UNCTAD-Definition der Kreativen Ökonomie durchgesetzt. Die Kreative Ökonomie ist danach “an evolving concept based on creative assets potentially generating economic growth. … It embraces economic, cultural and social aspects interacting with technology, intellectual property and tourism objectives. … It is a set of knowledge-based economic activities with a development dimension and cross-cutting linkages at macro and micro levels to the overall economy. … At the heart of the creative economy are the creative industries. [These] are the cycles of creation, production and distribution of goods and services that use creativity and intellectual capital as primary inputs.”
Quelle: Creative Economy Report 2008, S. 12